Kirchenmusik Dreikönig e. V. - Frankfurt am Main

Förderverein für Kirchenmusik in der Ev.-luth. Dreikönigsgemeinde Frankfurt am Main
Association to Promote Church Music in the Community Union of the Three Kings Church (Ev.-luth. Dreikönigskirche)

Schuke-Orgel Dreikönigskirche Frankfurt am Main

Die Vorgeschichte zum Bau einer neuen Orgel in der Ev.-luth. Dreikönigskirche am Sachsenhäuser Mainufer reicht zurück bis 1957.

Anläßlich seines 50. Geburtstages wurde Helmut Walcha von der Stadt Frankfurt am Main die Goethe-Plakette verliehen als Würdigung für sein künstlerisches Wirken.

Ein weiteres Zeichen der Anerkennung war der Plan des Magistrats, eine neue Orgel in der Dreikönigskirche errichten zu lassen, die nun völlig den Intensionen Helmut Walchas entsprechen sollte.

Nach 1950 hatte sich der Orgelbau entscheidend weiterentwickelt. Die Orgel, die 1949 unter Wiederverwendung des alten, z.T. von 1881 stammenden Materials neuerbaut worden war, konnte Vergleichen mit neueren Instrumenten nicht mehr standhalten.

An Planung und Disposition der neuen Orgel, die von der Orgelbauwerkstatt Karl Schuke mit Sitz im damaligen Westberlin erbaut wurde, war Prof. Helmut Walcha maßgeblich beteiligt. Die Orgel verfügt gemäß der von Prof. Helmut Walcha erstellten Disposition über 47 Register, die sich auf drei Manuale und Pedalwerk verteilen.

Am 09. und 10. September 1961 wurde sie mit zwei großen Festkonzerten durch Helmut Walcha eingeweiht. Im Festgottesdienst übergab der damalige Frankfurter Oberbürgermeister Werner Bockelmann der Dreikönigsgemeinde die neue Orgel.

Zum 40. Jubiläum dieser Orgeleinweihung wurden im September 2001 eben diese Festkonzerte mit einem ausgewählten Programm großer Orgelwerke von Johann Sebastian Bach durch den jetzigen Kantor und Organisten der Dreikönigskirche, Andreas Köhs, und weitere Gastorganisten als Hommage an Helmut Walcha wiedergegeben. 

Die Schuke – Orgel  der Dreikönigskirche gilt als eines der klangschönsten Instrumente im gesamten Rhein-Main-Gebiet.

Im Zuge eines von der Orgelbau-Werkstatt Schuke durchgeführten Komplettausbaus und einer Generalreinigung wurde die Orgel im Sommer 2003 auf den neuesten technischen Stand gebracht und mit einer Sequenz-Setzeranlage ausgestattet. Den vorhandenen vier Normalkoppeln (OW/HW, BW/HW, OW/Ped und BW/Ped) wurde eine weitere Koppel (HW/Ped) hinzugefügt.

Eine der Veränderungen ist die Erhöhung der sogenannten Dispositionen, also der einstellbaren Klangbilder der Orgel, von sechs auf nun 4000. 

Eine weitere behutsame Verbesserung, die den langfristigen Erhalt garantieren soll, ist die Aufhängung der größten sechs Pfeifen, damit sich diese nicht durch ihr eigenes Gewicht platt drücken und die Lötnähte sprengen. 

Außerdem wird die Luft, die die Orgel ansaugt und die die Pfeifen zum Säuseln, Brausen oder Jubeln bringt, nun nicht mehr von außerhalb, sondern aus dem Kirchenschiff selbst angesaugt. Dadurch ist sie genauso warm wie das Instrument selbst, das dadurch nicht mehr unter den Temperaturschwankungen leidet.


Schuke-Orgel

 

I. Brustwerk C-g'''

  1. Holzgedackt 8’
  2. Blockflöte 4’
  3. Quintadena 4’
  4. Waldflöte 2’
  5. Sesquialtera 2fach
  6. Quinte 1 1/3
  7. Oktave 1’
  8. Cymbel 3fach
  9. Regal 8’
  10. Regal 4’
    Tremulant

    II. Hauptwerk C-g'''

  11. Quintadena 16’
  12. Prinzipal 8’
  13. Spielflöte 8’
  14. Rohrflöte 8’
  15. Oktave 4’
  16. Nachthorn 4’
  17. Nassat 2 2/3
  18. Oktave 2’
  19. Flachflöte 2’
  20. Mixtur 5-6fach
  21. Trompete 8’

    III. Oberwerk C-g'''

  22. Metallgedackt 8’
  23. Quintadena 8’
  24. Prinzipal 4’
  25. Rohrflöte 4’
  26. Quintflöte 2 2/3’
  27. Oktave 2’
  28. Nachthorn 2’
  29. Terz 1 3/5’
  30. Sifflöte 1’
  31. Scharff 4fach
  32. Rankett 16’
  33. Krummhorn 8’
    Tremulant

    Pedal C-f

  34. Prinzipal 16’
  35. Subbass 16’
  36. Quintbass 10 2/3’
  37. Oktave 8’
  38. Gedackt 8’
  39. Oktave 4’
  40. Koppelflöte 4’
  41. Bauernflöte 2’
  42. Rauschpfeife 3fach
  43. Mixtur 5fach
  44. Posaune 16’
  45. Trompete 8’
  46. Schalmei 4’
  47. Cornett 2'